Saturday, November 21. 2009Gezielte Medienkampagne gegen Klimagipfel in Kopenhagen?
Die Presse schreibt gerade [1, 2] , dass "Hacker" (es heißt Cracker!) zugriff auf Emails eines Klimaforschungsinstitut erlangt hätten. Diese Emails sollen angeblich belegen, dass Klimaprognosen absichtlich pessimistisch dargestellt würden.
Es macht mich schon misstrauisch, dass ausgerechnet einen Monat vor dem Klimagipfel in Kopenhagen diese Emails ans Licht geraten und es ärgert mich, wie unkritisch Zeitungen so gefährliche Gerüchte weiterverbreiten. Kurze Recherche (das sollten doch eigentlich die Holzmedien für mich leisten?) liefert: Das Gerücht wird vor allem von Stephen McIntyre verbreitet. Er ist bekannter Lobbyist der Ölindustrie. Die Kritiker kaprizieren sich vor allem darüber, dass in einer Email das Wort "Trick" verwendet wird. Ein "Trick" solle verwendet werden, um die Daten aufzubereiten. - Aus meinem Physikstudium bin ich gewohnt, dass man von einem "Trick" spricht, mit dem man schwierige Analyseprobleme löst. Aber dann ist nicht von Datenfälschung sondern von besonders cleveren Rechenmethoden die Rede. Trackbacks
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Es heisst sehr wohl Hacker.
Hacker = Eindringen/Lesen/Stehlen Cracker = Eindringen/Verändern/Lahmlegen Wobei das ist Nebensache. Viel interessanter sind die Original gestohlenen eMails unter http://www.anelegantchaos.org/cru Da kann man sich stunden verweilen mit dem Lesen aller eMails. Herrlich! Z.B.: > > There you have it. Soot offsets the cooling effect of other > >aerosols, > > meaning we are back at square one. Scientists still do not > >have a > > plausible explanation for why the Earth has failed to warm in > >line with > > climate model results. Indeed, all the prognostications of > >the IPCC are > > wrong if the Nature study is right.
Als ob den Menschen die Ergebnisse der Klimakonferenz so wichtig wären. Ob die Studien nun verfälscht wurden oder nicht: die Quintessenz der letzten Jahre Klimakonferenzen zeigt, dass es keine Rolle spielt, was irgendjemand beweist oder nicht, die Bequemlichkeit der Menschen siegt, und die geht so weit, sich gar nicht mehr über die Resultate der Klimagipfel zu informieren... Solange der nächste Hamburger ökologisch verpackt ist, ist das Gewissen erstmal wieder still!
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